
Herausgeben von ULRICH HEDTKE
J O S E P H A L O I S S C H U M P E T E R
W E R KE, B R I E F E, B I B L I O G R A F I E
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E I N S C H U M P E T E R -
A R C H IV
Ausgabe vom 3. Juli 2011

Josef Alois Schumpeter mit Redvers Opie in Bonn - eine Aufnahme von Mia Stöckel*
BIBLIOGRAFIEN
Bibliografie Meine SCHUMPETER-BIBLIOGRAFIE bietet einen chronologischen Zugang zum wissenschaftlichen und politischen Gesamtwerk Schumpeters, erschließt dessen aktuellen Editionsstand und dokumentiert eine Vielzahl neu entdeckter Quellen - bisher unbekannte Aufsätze, politische Memoranden sowie Vortragsberichte. Sie weist zudem Online-Quellen wie JSTOR oder ANNO nach, die so manchen Text digital zugänglich machen.
Bibliografie Das BRIEFVERZEICHNIS dokumentiert für Schumpeter: Briefe / Letters (Tübingen 2000) die Adressaten und Archivstandorte aller gegenwärtig ermittelten deutschsprachigen Briefe, Karten und Telegramme Schumpeters. Darüber hinaus erschließt es Quellen, die zum Zeitpunkt der Edition der Briefauswahl noch unbekannt waren. So den Briefwechsel Schumpeters mit Gottfried Kunwald, der im Sonderarchiv Moskau zu entdecken war.
Bibliografie Das VERZEICHNIS DER VORLESUNGSSKRIPTE listet die mir bekannten studentischen Aufzeichnungen zu den Vorlesungen Schumpeters aus den Jahren 1911 bis 1932.
WERKGESCHICHTLICHE FORSCHUNGEN
1908 war der junge Schumpeter überzeugt, mit der persönlichen Energie, dem effort, eine soziologische Grundeigenschaft entdeckt zu haben, die es gestattet, die Wirtschaftsentwicklung erstmals wirtschaftstheoretisch zu fassen. 1911 legte er hierzu die in diesem Sinne vom Energieprinzip mitbestimmte Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung vor. Mit der Zweitausgabe der Theorie bildete Schumpeter 1926 diesen Ansatz in ein Stück Führersoziologie um. Wir verfolgen diesen Übergang und die zum Teil paradoxen Implikationen, in die Schumpeters Unternehmerverständnis sich auf diese Weise verstrickt. Abschließend schlage ich vor, Schumpeters späte Konzeption des Unternehmerischen als indeterminiertes Schöpfertum nicht nur als ein letztes, sondern werkgeschichtlich neues Wort zum Thema zu betrachten: SCHUMPETERS ARBEIT AM UNTERNEHMERBEGRIFF .
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Während der Zeit des 1. Weltkrieges hat Schumpeter initiativreich für das Zustandekommen eines Wiener friedenspolitischen Kabinetts gestritten. Dabei standen politische Denkschriften, politische Korrespondenzen und entsprechende persönliche Kontakte im Mittelpunkt seiner Aktivitäten. Der FORSCHUNGSBERICHT ZU SCHUMPETERS FRIEDENSPOLITIK in den Jahren 1916-1918 stellt diese Aktivitäten erstmals zusammenhängend und übersichtlich auf der Grundlage des Forschungsstandes vom April 2004 vor.
EDITIONEN
Die nachstehenden Veröffentlichungen des Schumpeter-Archivs ergänzen die bekannten Verlagseditionen um bisher unbekannte oder entlegene Texte Schumpeters und zielen auf die Publikation des Gesamtwerkes. In den Bibliografien sind sie mit dem Erscheinungsort schumpeter.info verzeichnet.
In den Jahren 1909-1911 war Schumpeter a.o. Professor für Politische Ökonomie an der Universität Czernowitz. Das waren zugleich die Jahre, in denen er die vor nunmehr 100 Jahren publizierte Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung schuf. Mit der Dokumentation CZERNOWITZER ANGELEGENHEITEN stelle ich zusammenhängend Presseberichte zum Wirken Schumpeters an der Universität Czernowitz vor. Aufschlussreiche und bisher unbekannte Vortragsberichte sowie neue Zeugnisse zum akademischen Wirken Schumpeters korrigieren unser bisheriges Bild von dieser Zeit.
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Schumpeter betont in seinem bisher unbekannten Brief an George Garvy vom 1. 12. 1943 die indikative Bedeutung des Verlaufs der Arbeitslosigkeit für die Identifzierung von Kondratieffzyklen. In der Einführung zu diesem Brief SCHUMPETER UND DAS JAHR 2008 reflektiere ich den Zusammenhang zwischen Schumpeters zyklentheoretischer Auffassung und dem Verlauf der europäischen Arbeitslosenraten: Eine strikt Schumpetersche Prognose kann für den Zeitraum um 2008 mit dem Beginn des 5. Kondratieff-Zyklus rechnen.
Die DREI VORTRÄGE SCHUMPETERS 1913-1914 IN AMERIKA sind nicht nur von politischem Interesse. Predicts Third Balkan War titelt zum Beispiel einer der Vortragsberichte. An Hand des von Schumpeter selbst redigierte Textes zum Thema Frauenbewegung und Familie kann man die soziologische Denkweise studieren, die er 1911 im Schlusskapitel der Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung skizziert hat.
Von den mindestens sieben Vorträgen, die Schumpeter zwischen Oktober 1927 und April 1928 in Amerika gehalten hat, publiziere ich hier ZWEI VORTRÄGE IN AMERIKA Die New York Times titelte am 28. 2. 1928 ihren Vortragsbericht Sees catastrophe looming in Europe.
Die Sammlung POLITISCHE MEMORANDEN bietet den Gesamtüberblick über das informelle politische Schrifttum Schumpeters in der Zeit des Ersten Weltkrieges. Im Anschluss an einen Aufsatz zur Forschungslage in Sachen Schumpeter-Memoranden publiziere ich fünf bisher unbekannte politische Denkschriften. Vorgestellt wird auch der Forschungsstand, der sich mit der Neudatierung einiger politischer Briefe Schumpeters ergibt.
Zu den wenigen Zeugnissen einer wissenschaftlichen Tätigkeit Schumpeters in den frühen zwanziger Jahren gehört die Diskussionsbemerkung DAS "VOLKSWIRTSCHAFTLICHE" EINKOMMEN AUS DER LANDWIRTSCHAFT
Am 2. September 1927 sprach Schumpeter auf der Tagung der Britisch Association for the Advancement of Science in Leeds über The Instability of Our Economic System.Von der britischen Tagespresse wurde der Vortrag zum einen unter dem Gesichtspunkt des Stabilitätsproblems zum anderen mit Blick auf die aktuelle Frage des Goldstandards referiert. Hier die Version des Manchester Guardian vom 3.September 1927: IS THE CAPITALIST SYSTEM STABLE?
Am 28. September 1929 wurde Schumpeter vom Kartellausschuss der vom Deutschen Reichstag eingerichteten Enquêtekommission zur Untersuchung der Erzeugungs- und Absatzbedingungen der deutschen Wirtschaft zur Kartellpolitik vernommen. Den Text der VERNEHMUNG ZUR KARTELLPOLITIK publiziere ich nach dem 1930 veröffentlichten Stenogramm.
Wiederaufgefundene Reden Schumpeters aus der Bonner Zeit habe ich im Heft 3/1997 der Zeitschrift Berliner Debatte INITIAL eröffentlicht. Hier finden Sie den Text des Vortrages INDIVIDUALISMUS UND GEBUNDENE WIRTSCHAFT
Die Vorträge, die Schumpeter im Januar 1931 in Japan im Rahmen eines Themenzyklus gehalten hat, sind bisher schwer zugänglich. Hier finden Sie drei JAPANISCHE VORTRÄGE: 1. The Theory of the Business Cycle, 2. The Present State of Economics, 3. The Present State of International Commercial Policy.
Am 20. Juli 1931 baten die Bonner Studenten ihren Lehrer, er möge angesichts der aktuellen Bankenkrise zur Lage Stellung nehmen. Diese Erstveröffentlichung von Schumpeters BEMERKUNGEN ZUR AKTUELLEN LAGE erfolgt nach einer studentischen Mitschrift.
Schumpeter’s unknown article DEVELOPMENT, translated by Markus C. Becker and Thorbjørn Knudsen. Development is a new, unpublished and hitherto unknown article written by Joseph A. Schumpeter. This article was originally written in German and titled Entwicklung. It was part of a voluminous folder containing sixty-nine articles that in 1932 were offered to Emil Lederer in honour of his 50th birthday. Schumpeter’s unknown article was recently uncovered in a remote archival box by Hans Ulrich Eßlinger. Development is remarkable since it helps understand the unity of Schumpeter’s work and significantly adds to Schumpeter’s known works on a number of issues that were central to his theory of economic development.
BIOGRAFIE & AUSSTELLUNGEN
Biografie Meine demnächst zu erweiternde KURZBIOGRAFIE
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Genealogie Jens Budischowsky hat 2009 und 2010 in der Wiener Heraldisch-Genealogischen Zeitschrift Adler eine ausführliche Arbeit ZUR FAMILIE SCHUMPETER vorgelegt, die wir hier mit Erlaubnis des Autors und der Zeitschrift publizieren. Schumpeter, dessen soziologisches Interesse an Genealogien bekannt ist, war von 1901-1927 Mitglied dieser Gesellschaft.
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Ausstellung Das SCHUMPETER-HAUS in Třešt/Tschechische Republik wurde am 20. Mai 2004 vom Präsidenten der Republik Václav Klaus der Öffentlichkeit übergeben. Wir dokumentieren die Eröffnung und vermitteln einen Eindruck von der interessanten ständigen Ausstellung des Hauses.
KONTAKT ZUM HERAUSGEBER
Sie erreichen Ulrich Hedtke, den Herausgeber des Schumpeter-Archivs, unter der Adresse: post@schumpeter.info
ANMERKUNG
* Die Schumpeter-Aufnahme publiziere ich mit freundlicher Erlaubnis von Frau Zora Recker (Dudenhofen und Berlin), in deren Familienarchiv sich das Foto befindet.
L I N K S
Die International Joseph A. Schumpeter Society
Die Grazer Schumpeter Gesellschaft
Der Katalog der Schumpeter-Bibibliothek: Schumpeter Library - Hitosubashi University
Welche Originalarbeiten Schumpeters bieten die Documents for the History of Economics?